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Hängung #8

SURFACE: Die Poesie des Materials

18. März 2012 bis 3. Februar 2013

„Surface: Die Poesie des Materials“ zeigt erstmals in Deutschland umfassend das Werk des koreanischen Künstlers Chun Kwang Young (*1944). Chun, dessen künstlerische Wurzeln in der abstrakten Malerei liegen, setzt sich mit den Vorstellungen traditioneller westlicher Malerei auseinander. Anstatt mit Farbe und Pinsel zu arbeiten, nutzt er antiquarisches Maulbeerbaumpapier (Hanji) aus Korea als Mittel, um die Formen konventioneller Malerei aufzulösen. Seit 1994 bringt er in seinen Arbeiten „Aggregation“ (dt. Akkumulation) tausende von kleinen pyramidenförmigen Styroporlementen auf die Leinwand, die mit koreanischen und chinesischen Schriftzeichen bedrucktem Maulbeerbaumpapier umhüllt sind.

Während Chun sich dem Maulbeerbaumpapier als künstlerisches Medium konsequent verschrieben hat, bedient sich Gotthard Graubner (*1930) der Farbe, in allen Eigenschaften und Farbwirkungen. Seine sogenannten Kissenbilder entfalten durch mehrfachen Farbauftrag auf unterschiedlichen Geweben eine sinnliche und plastische Wirkung. Im Gegensatz zu Graubners Werken, verweisen die Materialien – Blei, Beton, menschliches Haar oder getrocknete Pflanzen – in Anselm Kiefers (* 1945) monumentalen Arbeiten auf historische und mythologischen Themen, Gedächtnis und Erinnerung.

Junge Positionen aus der Sammlung Alison und Peter W. Klein ergänzen die Ausstellung. Mit dabei: Nicole Bianchet, Chiharu Shiota, Tabaimo und Monika Thiele.