Sascha Weidners Fotografien – so die Juroren – bewegen sich auf dem schmalen Grat zwischen Inszenierung und Natürlichkeit, poetischer Verdichtung und vorgefundener Alltagsrealität, biografischem Impuls und Allgemeingültigkeit. Nicht das einzelne Bild steht dabei im Zentrum, sondern aus den einzelnen, als fragmentarisch erfahrenen Momentaufnahmen werden Szenen, Reihen, Bilderfolgen zusammengestellt, die der Fotograf in Ausstellungen und Büchern zu einem Gesamtklang kombiniert. Oft ist das persönlich Erlebte Ausgangspunkt für ein Projekt. „bleiben ist nirgends“, „bis es weh tut“, „am wasser gebaut“, „seit morgen“, „was übrig bleibt“ – schon in Titeln wie diesen wird deutlich, dass die Suche nach einer inneren Heimat im äußeren Bild sowie die Sehnsucht nach Geborgenheit in Schönheit im gesamten Schaffen eine große Rolle spielt – eine Suche, die sich aufgrund der Vergänglichkeit und Fragilität des Lebens als illusorisch erweist.
Geboren 1976 in Osnabrück. Lebt und arbeitet in Berlin. 2003 Diplom Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und ebendort 2004 Diplom Kommunikationsdesign. 2004 und 2006 Studienaufenthalte in Los Angeles.
Ausstellungen (Auswahl)
Galeria Toni Tàpies, Barcelona; Schloss Salder, Salzgitter; Deichtorhallen, Hamburg; c/o Berlin; Queensland College of Art Gallery, Brisbane (2011); Kunsthalle Dominikanerkirche, Osnabrück; Kunstverein Braunschweig (2010); Galerie Conrads, Düsseldorf; Museum für Photographie, Braunschweig; Kunstmuseum Wolfsburg; Schwules Museum Berlin; Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim; Galerie zur Stockeregg, Zürich (2009).



