Julia GröningJulia Gröning
Stiftungspreis 2011

Julia Gröning

1980 geboren in Mönchengladbach. Lebt und arbeitet in Berlin.
2002-2007 Studium Freie Kunst an der Kunstakademie Münster

Ausstellungen (Auswahl)
Spinnereigelände Leipzig; Haus für die Kunst, im Tal - Stiftung Wortelkamp (2010); Wewerka Pavillon, Münster; Galerie Michael Wiesehöfer, Köln; Kunstverein Ludwigshafen (2009); Dülmener Kunstverein; Galerie Poller, Frankfurt (2007).

Der Kontext „Heimat“ ist für nahezu alle Fotoarbeiten von Julia Gröning relevant. Die Künstlerin inszeniert surreal anmutende Szenen im Haus ihrer Eltern oder in Wohnungen von Freunden. Ausgangspunkt sind einzelne Gegenstände wie beispielsweise das Teenetz oder die hölzerne Truhe, welche persönliche Erinnerungen der Künstlerin bergen und nun im Zuge der Inszenierung neu zusammengesetzt und interpretiert werden. Die Gegenstände fungieren als „Erinnerungsverweise“. Julia Gröning selbst tritt als Protagonistin ihrer Fotografien nur fragmentarisch in Erscheinung; ihr Gesicht zeigt sie nie. Die einzelnen Körperteile scheinen im Handeln begriffen oder mit den Einrichtungsgegenständen zu verschmelzen. Dadurch erschafft Gröning eine spannungsreiche Atmosphäre, die zwischen belebt und unbelebt changiert.