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Das KUNSTWERK stellt in der Hängung #20 erstmals Arbeiten aus Polynesien vor. Aus Samoa und Tonga, Futuna, Niue und den Fiji-Inseln stammen rund dreißig Rindenbaststoffe, die im 19. und 20. Jahrhundert gefertigt wurden. Ein Blick in die Gegenwart führt dabei nach Neuseeland, beispielhaft zu den Werken von Darryn George und John Pule, die in ihren Gemälden Elemente der pazifischen Geschichte und Kultur reflektieren.

#20

Indigene Werke bilden seit Jahren einen eigenen Schwerpunkt in der Sammlung Klein. Gemälde und Objekte australischer Ureinwohner wurden im KUNSTWERK bereits mehrfach präsentiert. Das Konvolut von polynesischen Rindenstoffen im Bestand der Sammlung wurde dagegen bisher noch nie der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit ihnen richtet sich der Blick über den australischen Kontinent hinaus auf weitere Gebiete Ozeaniens.

Die Rindenstoffe – auch tapa genannt – wurden ausschließlich von Frauen hergestellt. Die Stoffe wurden nicht gewebt, sondern aus dem Bast von Rinde auf hölzernen Ambossen zu feinen Texturen geschlagen, mit Schablonen oder Musterbrettern bedruckt oder von Hand bemalt. Traditionell verwendet wurden sie in vielfältiger Weise und in unterschiedlicher Qualität. Sie dienten als Kleidung oder als Stoffe im häuslichen Gebrauch, sie waren aber ebenso Bestandteil ritueller Zeremonien. Bei hohen Festen zeugten große und aufwändig gestaltete Stoffbahnen nicht nur von Status und Ansehen ihrer Besitzer, sondern bestätigten und erweiterten auch – als Gabe an Gäste in Stücke geteilt – das Bestehen sozialer Beziehungen. Als historische oder zeitgenössische Artefakte zeichnen sie gleichermaßen ein Bild von den teils erloschenen, teils bis heute immer noch bestehenden und auch wiederbelebten kulturellen Traditionen im Pazifik nach.

#INFOS

RUNDGANG #20

Nach dem Auftakt mit zeitgenössischer Kunst aus Neuseeland präsentiert die Hängung #20 Rindenbaststoffe aus Ozeanien, die zu den ausdruckstärksten Werkgruppen gehören, welche die polynesischen Kulturen hervorgebracht haben. Dabei zeigen sich in den einzelnen Regionen unterschiedliche Formen der Verwendung und der Gestaltung.

TERMINE IM JUNI

Öffentliche Führungen Hängung #20

Sonntag, 02. Juni | 11.30 und 15 Uhr
Mittwoch, 05. Juni | 15 Uhr // Letzte öffentliche Führung #20!

Achtung geänderte Öffnungszeiten CafeK:
Öffnungszeiten CafeK bis Ende Mai: Mittwoch bis Sonntag 13 – 17 Uhr

EINBLICK IN DAS MUSEUM

Seit Oktober 2007 präsentieren Alison und Peter W. Klein in dem vom Pforzheimer Architekten Folker Rockel entworfenen Museum in wechselnden Ausstellungen Werke aus ihrer Sammlung.

OHRBLÜTE UND WELLENTANZ

TANZPOETISCHE REISE DURCH DEN PAZIFIK

Sonntag, 02. Juni | 15 Uhr

Die Künstlerin Katrin Lenz und Geschichtenspielerin Uschi Erlewein vereinen polynesische Tänze und mythische Geschichten Ozeaniens zu einem besonderen Bühnenerlebnis. Mal erzählen die Handbewegungen der Tänze eine Geschichte, mal werden im Geschichtenspiel alte Mythen zum Leben erweckt. Ein Element greift in das andere über, ergänzen sich zu einer gelungenen Kombination. Reisen Sie in Gedanken mit, von Insel zu Insel in die unbekannte Welt auf der anderen Seite unserer Erde.

Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht erforderlich. Eintritt 8 Euro.

ÖFFNUNGSZEITEN AN DEN FEIERTAGEN

Das KUNSTWERK ist an Christi Himmelfahrt, sowie an Pfingstsonntag und Pfingstmontag von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

KATALOG #20

Der Katalog zur Ausstellung Hängung #20 – Aus der Südsee mit Texten von Dr. Ingrid Heermann und Valeria Waibel, 68 Seiten ist im Museum erhältlich.

15 Euro

Erhältlich direkt im KUNSTWERK oder Bestellung per Email via kunstwerk@Sammlung-klein.de (zzgl. Versandkosten).

KUNSCHT!

Sammlung Klein im TV!
Die SWR-Sendung KUNSCHT! war zu Gast bei uns in Nussdorf, sowie in der Sammlungspräsentation im Kunstmuseum Stuttgart.