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Neue Werke in der Sammlung Klein liefern zwei unterschiedliche Perspektiven bei der Darstellung und Wahrnehmung der indigenen Bevölkerung Amerikas. In unserer Ausstellung begegnen etwa 60 historische Fotogravuren und Goldtone Prints von Edward S. Curtis (1868-1952) den zeitgenössischen Arbeiten des Multimedia-Künstlers Will Wilson (*1969).

 

#26

Eine Gruppe von Reitern vor dem grandiosen Felsmassiv des Canyon de Chelly. Bear‘s Belly in seiner mächtigen Robe aus Bärenfell. Eine Frau, die an ihrem Webstuhl im Freien arbeitet. Mit eindrucksvollen Bildern und Beschreibungen von Bräuchen, dem Alltag und der Glaubenswelt hat der amerikanische Fotograf Edward S. Curtis in den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts das Leben und die Kultur von mehr als 80 Indianerstämmen Nordamerikas dokumentiert. Curtis hat seine Forschungen zusammengefasst in seiner 20-bändigen Enzyklopädie The North American Indian, die zwischen 1907 und 1930 erschien und von Mappen mit ausgewählten Abbildungen ergänzt wurde: Ein unvergleichliches Opus Magnum, das sich gleichermaßen in die Geschichte der Fotografie und in die der amerikanischen Nation eingeschrieben hat.

Rund 100 Jahre später antwortet der in Santa Fe lebende Künstler Will Wilson (*1969) – selbst Angehöriger der Navajo/Diné-Nation – auf das bildnerische Erbe von Edward S. Curtis mit Projekten, die ein zeitgenössisches Statement aus indigener Sicht darstellen. Er wendet sich gegen das von Curtis geschaffene, schon damals romantische und die Realität in den Reservaten überschreibende Narrativ, das bis in die heutigen Tage die Wahrnehmung der American Natives prägt. In seinen Talking Tintypes findet ein Perspektivwechsel statt, indem er mit der Kombination von Fotografie und per App abrufbarer Animation den Nachfahren der von Curtis Porträtierten eine Stimme verleiht.

#INFOS

RÜCKBLICK HÄNGUNG #25

BODIES OF COLOR // SEAN SCULLY

Hängung #25 - Bodies of Color - Sean Scully - Sammlung Klein
Ausstellungsansicht Ebene 1 mit Landline Red Bridge, 2014, Öl auf Leinen, 66 x 56,4 cm und Venice Stack, 2020, Muranoglas, 232 x 100 x 100 cm, Foto: Holger Schimkat, ©Sean Scully

Das Werk des irisch-amerikanischen Künstlers Sean Scully gehört zu den bedeutendsten Positionen der zeitgenössischen Malerei. Seine gleichermaßen abstrakten wie expressiven Arbeiten entwickeln im Raum eine faszinierende Präsenz und Strahlkraft. Die Ausstellung im KUNSTWERK Sammlung Klein stellt eine Auswahl von Gemälden und Grafiken sowie eine Skulptur Sean Scullys vor und richtet dabei den Blick auf objekthafte, körperliche Aspekte auch im malerischen Oeuvre des Künstlers.

UMBAUPAUSE

Die Hängung #25 Bodies of Color – Sean Scully ist am 18. Dezember zu Ende gegangen. Wegen des Umbaus ist unser Museum bis Anfang Februar geschlossen. Wir freuen uns, wenn wir Sie ab Sonntag, 5. Februar wieder im KUNSTWERK begrüßen dürfen in unserer neuen Ausstellung …als würden allein diese Bilder bleiben. Edward S. Curtis – Will Wilson.

Das CafeK nebenan ist derzeit ebenfalls geschlossen und öffnet wieder am Mittwoch, 18. Januar 2023.

KATALOG SEAN SCULLY

Ausstellung Bodies of Color – Sean Scully verpasst? Der Katalog mit einem Text von Kirsten Claudia Voigt ist nach Bestellung unter kunstwerk@sammlung-klein.de erhältlich. 72 Seiten, 20 Euro.

FÜHRUNGEN

Öffentliche Führungen finden in der Regel jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat um 15 Uhr und jeden ersten und dritten Sonntag um 11.30 und 15 Uhr statt. Da Abweichungen von der Regel möglich sind, informieren Sie sich bitte über die einzelnen Termine in der Übersicht. Teilnahmegebühr 5 Euro. Für die Teilnahme ist derzeit keine Anmeldung erforderlich.

Führungen für private Gruppen sind nach Vereinbarung möglich. Gruppengebühr: 80 Euro. Informationen und Anmeldung: kunstwerk@sammlung-klein oder 07042 3769566.

Öffentliche Führungen im Februar 2023

Sonntag, 5. Februar | 11.30 Uhr und 15.00 Uhr
Eröffnungsvorträge Valeria Waibel

Mittwoch, 15. Februar | 15.00 Uhr
Sonntag, 19. Februar | 11.30 Uhr und 15.00 Uhr

EINBLICK IN DAS MUSEUM

Seit Oktober 2007 präsentieren Alison und Peter W. Klein in dem vom Pforzheimer Architekten Folker Rockel entworfenen Museum in wechselnden Ausstellungen Werke aus ihrer Sammlung.